Die Koordination Komalên Jinen Kurdistan (KJK) erklärte, dass die AKP und an der Spitze davon Recep Tayyip Erdogan mit seinen Verbündeten schon im Oktober 2014' einen totalen Krieg geplant haben, ihr Vorhaben allerdings aufgrund der Wahlen bis jetzt zurück schraubten. Nun hätten sie ihre kriegerischen Pläne durchgezogen: „Die AKP versucht zu welchem Preis auch immer, egal was es kostet, ein diktatorisches Regime durchzusetzen und unsere Freiheitsbewegung versperrt ihnen alle Wege in Richtung dieser Träume. Die AKP glaubt uns mit ihren Handlungen behindern zu können, doch das einzige was sie eigentlich machen ist ihr eigenes Ende zu beschleunigen!“

'DIE AKP HAT DEN KRIEG NIE BEENDET'

Die KJK unterstrich mit den Worten: „Die AKP hatte den Krieg nie beendet, mit dem Massaker in Suruç/Pirsus und den Anschlägen auf die medischen Verteidigungszonen (nordirakische PKK-Gebiete), hat ihre kriegerische Haltung und Handlung nur eine neue Dimension erlangt.“.

„Unser Vorsitzender Abdullah Öcalan initiierte den Friedensprozess und die AKP unter Führung von Recep Tayyip Erdogan nahm diesen Prozess als eine Entwicklung zu ihren Gunsten wahr und führte einige Schritte dazu aus, um eine Wahrnehmungstäuschung in der Öffentlichkeit zu erreichen. Dieser Teil der Politik redete auf einmal nur noch von diesem Lösungsprozess, doch agierte hinterrücks gegen uns, indem sie das, was im szrischen Rojava aufgebaut wurde ,versuchten zu zerstören: Sie unterstützten und versorgten den IS und unser Volk im Osten musste zeitgleich unter starken Repressionen des Regimes leiden. Wir haben stets deutlich gegen diese Umstände Stellung bezogen und vor den Plänen der Regierung gewarnt.

Trotz aller Warnungen ließen die AKP-Regierung und der Staat nicht von ihrem unklugen Vorgehen ab. Mit ihrer Politik will sie das Land und die gesamte Region in ein Chaos stürzen. Doch alle Bevölkerungsgruppen in der Türkei und alle Welt können Haltung und Handlungen der AKP klar dechiffrieren. Über ihre Niederlage ist sie so wütend geworden, dass ihre Aggressionen keine Grenzen mehr kennen. Der Quell dieser Aggressionen, die jene der vergangenen Jahre bei Weitem übersteigen, ist die Psychologie der Niederlage.

'FÜR DAS MASSAKER VON SURUC IST IN ERSTER LINIE DIE AKP VERANTWORTLICH'

Für das Massaker von Suruç ist in erster Linie die AKP verantwortlich. Nicht einmal der Form halber konnte sie sich entschließen, einen Trauertag nach dem Massaker auszurufen, sondern koordinierte erbitterte Angriffe auf die Menschen, die ihre Trauer und ihre Wut über den Bombenanschlag ausdrückten. Sie drangen in Privatwohnungen ein und exekutierten Menschen. Sie griffen alevitische Gebetshäuser an und hinderten die Menschen darin tagelang, ihre Toten zu bestatten. Die AKP – Regierung tritt die religiösen Werte der Bevölkerung mit Füßen. Gleichzeitig vollzogen sie militärische Operationen und inhaftierten Menschen die unserer Bewegung nah stehen und gegen die AKP – Regierung ankämpfen. Mit diesen faktischen Tatsachen hat der Krieg der AKP eine andere Dimension erlangt. Die ganze Welt weiß, dass die AKP den IS versorgt hat. Das Bombenattentat in Suruç wollte die AKP jedoch für ihre eigenen Ziele instrumentalisieren. Als auch das nicht funktionierte, haben sie unter der Maske einer Operation gegen den IS tausende von KurdInnen, hunderte von SozialistInnen und GewerkschaftlerInnen inhaftiert. Nach Informationen, die uns vorliegen, wurden die Inhaftierten IS-Mitglieder schon längst wieder freigelassen.

Es ist nicht zu übersehen, dass der gemeinsame Nenner der inhaftierten KurdInnen und SozialistInnen der ist, dass sie das politische Konzept einer demokratischen, gemeinsamen Nation aus dem Wahlprogramm der HDP in Denken und Handeln umzusetzen versuchen. Die Menschen, die in Suruç ihr Leben gelassen haben, waren alle Sympathisanten der HDP und die AKP-Regierung scheute sich nicht davor, zunächst die unverschämte Frage zu stellen, warum wohl keine HDP-Funktionäre unter den Toten seien, bevor sie überhaupt ihr Beileid bekundete. Die Verhaftungen richten sich gegen die HDP-Programmatik der demokratischen Nation, die sich aus den Perspektiven des Vorsitzenden Abdullah Öcalan speist.

'DIE AKP FÜHRT GEGEN DAS KURDISCHE VOLK EINEN TOTALEN KRIEG'

Die AKP hat ein paar Geschosse auf verlassene Stellungen des IS in Syrien abgefeuert, um vortäuschen zu können, sie habe sich jetzt in die Reihen der Internationalen Koalition eingefügt und kämpfe gegen den IS. Solche abgeschmackten osmanischen Intrigen werden zum Vorwand, um Luftangriffe auf Gebiete unserer Freiheitsbewegung zu fliegen. Seit der Nacht des 24.Juli 2015 halten die starken Angriffe auf unsere Gebiete an, bringen Erdoğan und seiner Clique allerdings nicht die gewünschten Erfolge. Erdoğan führt eine Politik der Verleugnung und Vernichtung fort, die seit 30 Jahren keiner Regierung genutzt hat. Sie glauben immer noch, dass sie damit unsere Befreiungsbewegung und das von ihr verfolgte Projekt einer demokratischen, gemeinsamen Nation zerstören können.

Mit den Angriffen auf unsere Gebiete im Irak hat die AKP in der internationalen Öffentlichkeit negatives Aufsehen erregt. Dennoch führt sie im eigenen Staatsgebiet ihre Vernichtungspolitik gegen unsere Freiheitsbewegung weiter, indem sie militärische Operationen durchführt, die Wälder mit Absicht in Brand setzt und unser Volk unter verstärkter Repression leiden lässt. Dies sind eindeutige Zeichen, dass die AKP gegen uns und unser Volk einen totalen Krieg ausübt.

'DIE LÖSUNG DER ISOLATION VON ÖCALAN IST FÜR SIE DIE TOTALE ISOLATION VON IHM'

Seid rund vier Monaten dürfen die politischen Delegationen nicht mehr nach Imrali, um mit Abdullah Öcalan zu sprechen, und seine Anwält*innen dürfen ihn seit genau vier Jahren nicht mehr besuchen. Die totale Isolation unseres Vorsitzenden ist ein Teil des dreckigen totalen Krieges gegen uns. Indem sie unseren Vorsitzenden der totalen Isolation überlassen, unterziehen sie eigentlich den Lösungsprozess einer totalen Isolation. Deenn der einzige Adressat einer demokratischen Lösung in der Türkei und eines Lösungsprozess/Friedensprozess ist unser Vorsitzender Abdullah Öcalan. Wir sind uns bewusst, dass unser Vorsitzender Abdullah Öcalan deshalb diese totale Isolationshaft erleidet, weil er sich gegen die gefährlichen Entwicklungen und schmutzigen Pläne der AKP – Regierung stellt und versucht diese Art von Politik zu verhindern!

Deshalb ist es von enormer Wichtigkeit, dass die Menschen in der türkei, in Nordkurdistan und anderswo sich bewusst sind, dass wenn sie wirklich diesen Kurs der AKP verhindern wollen, sie an erster Stelle dafür eintreten müssen, die Isolationshaft des Vorsitzenden Abdullah Öcalan zu ebeendigen und einen sofortigen Beginn der Verhandlungen zu erwirken. Als die kurdische Frauenbewegung rufen wir die Frauen ganz besondere in der Türkei, im Nahen und Mittleren Osten und auf der ganzen Welt dazu auf, gegen die Isolation von Abdullah Öcalan konkreten Widerstand zu leisten! Denn die Freilassung von Abdullah Öcalan bedeutet nicht nur die Demokratisierung der Türkei und Nordkurdistans, sondern Demokratisierung und Frieden im gesamten Nahen und Mittleren Osten bedeutet!

'DER WEG DER DEN KRIEG BEENDET; ÜBERQUERT DEN WEG DES KAMPFES FÜR DEN FRIEDEN'

Die KJK ist der Überzeugung, dass der einzige Weg, den totalen Krieg der AKP zu überwinden darin besteht, den Kampf um Demokratie und Freiheit kräftiger und entschlossener zu führen. Das bedeutet, dass sämtliche Kräfte, die gegen Recep Tayyip Erdoğan und seine faschistische Clique stehen, sich verbünden müssen, um gemeinsam Widerstand für Demokratie und Freiheit zu leisten. Heute gibt es genau zwei Wege, die die Türkei gehen kann: Der erste ist der von Erdogan und seiner Clique lang ersehnte Faschismus und die Ein-Mann-Diktatur; der andere ist der Weg der demokratischen Nation. Daher sollte sich heute jede und jeder darüber klar werden, zu welcher Position er sich bekennen möchte, und genau dementsprechend sollten wir gemeinsam handeln. Mit dem Slogan „Der Faschismus wird nicht durchkommen“, wollen wir die Straßen zum Beben bringen!

'DIE VORREITERINNEN DES WIDERSTANDES SOLLTEN DIE FRAUEN SEIN'

Der Widerstand überall im Land muss unter der Vorreiterschaft der Frauen geschehen. Auch in der Vergangenheit haben Frauen ihre Mission, eine starke Einheit unter Bewahrung der Unterschiede und Differenzen zu schmieden, voller Kraft erfüllt. Heute können und müssen sie diese Rolle mit noch mehr Kraft erfüllen. Die Frauen haben viele klare Gründe, gegen das faschistisch diktatorische Regime Widerstand zu leisten. Es reicht das Potenzial zu ergreifen und eine radikale Einstellung zu positionieren. Wir müssen nur dieses Potential in Bewegung bringen und ihnen die Rollen von Vorreiterinnen eines radikalen Kampfes zugestehen. Als die kurdische Frauenbewegung rufen wir alle organisierten kurdischen Frauen, und alle in der Türkei und in Nordkurdistan lebenden Frauen dazu auf, der reaktionären männlichen Mentalität, an deren Spitze Erdoğan steht, und ihren schmutzigen Übergriffen Einhalt zu gebieten.

Wir stehen an einem historischen Punkt. Der Widerstand, den wir heute leisten, muss stark genug sein, um den Fluss der Geschichte zu ändern. Es ist an der Zeit zu zeigen, dass Geschichte nicht von Regierungen bestimmt wird, sondern vom Widerstand der Menschen. Deshalb muss auch unser Widerstand historisch sein – ganz und gar anders, größer und wirkungsvoller als alles, was wir bisher getan haben. Wir rufen Frauen dazu auf, die Führungsrollen in diesem Widerstand voller Stärke auszufüllen.

Juli 2015

von yxkonline.com

 

Internetseite der KJK (english): http://www.kjk-online.org/hakkimizda/?lang=en

 

 

Kommt zur bundesweiten Demonstration nach Köln, Auftaktkundgebung um 12:00 Uhr, Ebertplatz, am 8. August 2015 !!!

Großdemonstration: NO PASARAN – NEIN ZUM KRIEG

 
 
Samstag, 08 August 2015, 12:00

 

 

 

 

 

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