Sie wurde vergewaltigt, erstochen, mit Benzin übergossen und verbrannt. So verliefen die letzten Stunden im Leben der 20-jährigen alevitischen Kurdin Özgecan Aslan, einer Psychologie-Studentin aus der türkischen Provinz Mersin.

Das ist einer von ungezählten Fällen patriarchaler Gewalt und somit kein Einzelschicksal. Ein Fall wie dieser ist Auswirkung sexistischer Gesellschaftsstrukturen, die als regelrechte Vergewaltigungskultur zu verstehen ist.

Wir verurteilen die Politik der Regierungspartei AKP aufs Schärfste. Die von ihr vermittelten Geschlechterbilder sind zutiefst besorgniserregend,sie verstärken patriarchale Männlichkeitsbilder und sind somit unmittelbar mitverantwortlich für die sexistische Gewalt, die Mädchen und Frauen Tag für Tag erleben.

Die Aussagen der AKP-Regierung und insbesondere des Ministerpräsidenten Erdogan, in denen sie die Verhaltensweisen von Frauen kommentieren und normieren, befeuern den gesellschaftlichen Kontrollzwang über Lebenswege von Frauen und Mädchen.

Unsere Antwort auf solche Angriffe ist und bleibt kämpferische Frauenorganisierung. Nur als organisierte Kraft mit klarem Willen können wir dieser patriarchalen Denkensweise ein freiheitliches und demokratisches Bewusstsein entgegenstellen.

Im Gedenken an Özgecan Aslan, Tügce A., Yüsra Sukaya und aller Frauen, die Opfer patriarchaler Gewalt geworden sind, werden wir unseren Widerstand bestärken und weiter für ein freiheitliches Zusammenleben kämpfen.

 

 

 

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